DFB-Pokal: Halbfinale - Bayer 04 Leverkusen (A)

  • Servus Bayernfans,

    während der Platzverweis am Mittwoch vor einer Woche eine Welle positiver Emotionen auslöste, erinnern wir uns an einen ähnlichen Platzverweis im Dezember 2024 nur ungern. Entsetzen war in den Gesichtern zu lesen, als der Schiedsrichter in der 17. Minute des Pokal-Achtelfinalspiels gegen Bayer 04 Leverkusen auf unseren Torwart zulief und ihm den roten Karton entgegenstreckte. Man ahnte, dass es nun schwer werden würde. Der Traum vom Pokalfinale schien erneut in Gefahr, und man befürchtete, nach dem Ausscheiden im Jahr zuvor in Saarbrücken wieder nicht im Pokalwettbewerb überwintern zu können. Und so kam es schließlich auch. Bayern verlor denkbar knapp mit 0:1, und abermals blieb uns die Reise nach Berlin verwehrt.

    Es scheint fast wie ein Rückspiel, das morgen um 20:45 Uhr in Leverkusen stattfinden wird – diesmal jedoch erst im Halbfinale, eine Runde vor Berlin. Und dementsprechend geht das Wechselbad der Gefühle weiter, wie es nun seit Anfang April anhält: Vorfreude, Zweifel, Hoffnung, Siegeswille, Kampfbereitschaft.
    All dies zusammengefasst konnte man auch in einem der ersten verrückten Spiele erleben, die diese Saison zu bieten hatte. Der 26. Spieltag der Bundesliga in Leverkusen hatte einiges zu bieten, vor allem aber viele Negativhöhepunkte, jedes Mal in Form des so verhassten VAR. (Das Verhalten der Leverkusener Fanszene hierzu lassen wir bewusst unkommentiert.) Abermals wurde die rote Karte gezückt – dieses Mal für gleich zwei Spieler auf Seiten der Münchner. Und so fühlte es sich am Ende im Gästeblock wie ein Sieg an, als der Schiedsrichter das Spiel mit einem 1:1 abpfiff und man den Vorsprung halten konnte. Aber das ist Vergangenheit.

    Die Deutsche Meisterschaft der Saison 2025/2026 ist vergeben. Der FC Bayern krönt sich zum 35. Mal, und ja, es gab schon euphorischere Feiern. Letztlich merkte man der Südkurve jedoch in den ganzen 90 Minuten an, dass die beiden Madrid-Spiele einiges gefordert hatten. Viele Stimmen waren noch immer angeschlagen, der Fokus lag auf Leverkusen und Paris. Während man sich im August auf die vielen Wochen und Monate der kommenden Saison freut, versucht man nun, die unzähligen Auswärtsspiele mit Urlaubstagen und/oder leichteren Krankheiten zu planen – oft ohne zu wissen, ob man aufgrund der schwierigen Kartenlage überhaupt im Stadion sein wird. Die Sehnsucht nach 2013 ist groß. Und während man sich gegen Paris in 180 Minuten beweisen muss, geht es an diesem Abend nur um 90 Minuten (plus Nachspielzeit) - aber dafür winkt als Belohnung die Teilnahme am ersten Finale dieser Saison!

    Und so werden die Minuten bis zum Anpfiff im Gästeblock wieder von vielen Gedanken begleitet. 23. Mai freihalten oder nicht? Mögliche Anreisevarianten? Kartenglück? Verlängerung oder Elfmeterschießen? Platzverweise? Am Ende haben wir eines in den wilden Minuten nach dem 4:3 in München gelernt: Die Spieler wissen, wer ihnen den Rücken freihält und sie antreibt. Und daher ist es unsere Pflicht, laut zu sein. Seid pünktlich im Block – Sitzplatz wie Stehplatz: Dieses Mal sind wir die Gäste, und daher zählt jede Stimme noch mehr. Egal, wie der Spielverlauf ist, wir wollen nach Berlin!

    Gute Anreise allen,
    Euer Club Nr. 12

    P.S. Unsere Amateure haben so eben ihr Regionalligaspiel in Nürnberg beendet. Leider verlor man abermals - dieses Mal mit 4:1 gegen den FCN II. Am Freitag geht es bereits zu Hause weiter.